Unser ELI-Projekt konnte zum Jahresende 2025 erfolgreich abgeschlossen werden. Obwohl das Fördervolumen im Vergleich zu früheren Phasen dieses langfristigen Kooperationsprojekts deutlich geringer ausfiel, erwies sich dieser Abschnitt als inhaltlich äußerst ertragreich und zielgerichtet.
Im Fokus stand die IoT-gestützte Optimierung von Biogasanlagen für kenianische Kleinbauern. Auf Seiten der TH Brandenburg kam mit Prof. Andre Nitze – auch bekannt als „Lord of the Things“ – ein neuer fachlicher Mentor hinzu. Von studentischer Seite prägten die beiden sehr engagierten Masterstudierenden der Wirtschaftsinformatik, Tim Siebert und Max Zboralski, das Projekt.
Neben unseren langjährigen akademischen MMUST-Partnern Prof. Alice Ndiema und Dr. Jasper Ondulo brachte sich auf kenianischer Seite unser Partner Dr. Emmanuel Kombe von der Kenyatta University in Nairobi ein, der das Team mit seiner Expertise im Bereich Biogas bereicherte. Zudem ergänzten neue Informatikstudierende sowie Edgar aus den Agrarwissenschaften das Team.
Nachdem Max und Tim während unserer Kenia-Reise im November 2024 die MMUST, die Region, das Land sowie unsere langjährigen und neuen Partner persönlich kennengelernt hatten, wurde das Projekt bis zum Sommer 2025 zunächst online fortgeführt. Ein anschließender Gegenbesuch in Brandenburg im Sommer 2025, begleitet von verschiedenen Exkursionen, vertiefte die Zusammenarbeit weiter.
Im Zentrum der studentischen Kooperation stand die forschungsorientierte Arbeit zur Optimierung von Biogasanlagen mittels IoT-Technologien. In Brandenburg wurde dafür ein Prototyp aus handelsüblichen Komponenten entwickelt und aufgebaut. Ein wichtiges Ergebnis dieser gemeinsamen Arbeit ist die von Andre Nitze auf der internationalen Konferenz „IST-Africa“ vorgestellte wissenschaftliche Publikation, die unter dem ResearchGate-Link https://www.researchgate.net/publication/406261792_Sensor-enabled_Household_Biodigester_A_Student-driven_IoT_Prototype heruntergeladen werden kann.
Die Kooperation zwischen unseren beiden Hochschulen geht nun nahtlos weiter: Mein langjähriger und in der Kenia-Kooperation seit Anfang an engagierter Kollege Prof. Thomas Schrader bricht heute zu einem erneuten Arbeitsbesuch an die MMUST auf – er wird in diesem Blog sicherlich bald über weitere Fortschritte und Erfolge berichten.